Darum brauchen Sie eine Blühfläche in Ihrem Garten

Welchen Nutzen haben Mensch, Tier und Umwelt von einer Blühfläche?

Wir Menschen profitieren in erster Linie von der pflegeleichten Gartengestaltung, die wir durch das Pflanzen einer Blühfläche erhalten. Die Blumen benötigen oft wenig Wasser, strotzen starker Sonne und schlechten Böden. Die Mischung wird nur einmalig gesät und schon sprießen die Pflanzen und lassen den Garten, je nach Blühmischung, ein- oder mehrjährig erblühen. In einer Samenmischung sind oft über 50 Pflanzensorten enthalten und es können große Flächen von bis zu 20m² mit nur 5000 Samen bunt begrünt werden. Durch das Säen einer Blühfläche hilft man den Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und anderen Gartentieren gleich auf mehrere Weisen. Der allerwichtigste Vorteil ist das reiche Pollen- und Nektarangebot, der zu unterschiedlichen Zeiten öffnenden Pflanzen. So kann den Tieren auch im Hochsommer, oft bis in den Herbst hinein, eine wichtige Nahrungsquelle geboten werden. Auch Vögel oder Nagetiere fressen Pflanzensamen, die die Blumen im Herbst abgeben. Auch der Umwelt kommen Blühflächen zugute. Hier steht die Förderung der natürlichen, ökologischen und biologischen Vielfalt der Pflanzenwelt im Vordergrund. Große monokultivierte Felder werden häufig durch Blühflächen unterbrochen und so der Umwelt ein Stück Natur zurückgegeben. Sind die Pflanzen verblüht, dienen diese als natürlicher Gründünger für den Boden. Mehrjährige Pflanzen gehen in der darauffolgenden Saison ohne großes Zutun von außen erneut auf – ein Plus für alle.

Wie säe ich eine Blühfläche am besten aus und wie pflege ich diese, damit ich lange etwas von ihr habe?

Der Boden sollte stets von Unkraut befreit sein und locker aufliegen. Um das Saatgut leichter auszubringen, sollte man die Samen mit Sand vermischen und leicht festtreten. Eine Aussaat ist im Freiland nahezu das ganze Jahr möglich. Wichtig ist, den Boden durgehend feucht zu halten, damit die Pflanzen zu Keimen beginnen. Dies kann je nach Pflanze bis zu 5 Wochen benötigen. Damit man möglichst lange etwas von der Blühwiese hat, sollte man diese stutzen. Mehrjährige Blumenflächen sollten im Frühjahr geschnitten werden. Auch bei einjährigen Mischungen empfiehlt sich ein Schnitt im Frühling vor der erneuten Aussaat.

Zweijährig vs. Mehrjährig

Bei zweijährigen Pflanzen dauert der Lebenszyklus genau zwei Vegetationsperioden. Darunter versteht sich die Saison vor dem Frost oder Trockenheit und der danach. Im ersten Jahr bildet die Pflanze nur Blätter und Wurzeln aus, erst in der zweiten Lebenshälfte erfolgt die Ausbildung der Samen. Mehrjährige Pflanzen unterscheiden sich nochmals in zwei wesentlichen Punkten. Plurienne Pflanzen werden mindestens älter als zwei Jahre, tragen aber nur einmal Blüte bevor sie eingehen. Ausdauernde Pflanzen hingegen blühen einmal jährlich und das jedes Jahr. Die bekanntesten mehrjährigen Pflanzen sind Stauden. Sie können über die Jahre von einer kleinen Blume zu großen Gewächsen heranwachsen.

Blühfläche vs. Blühwiese

Im Fachjargon unterscheiden sich die Pflanzen, die sich in einer Blühfläche und auf einer Blühwiese befinden. Auf Blumenwiesen finden sich nicht nur blühende Pflanzen, sondern auch Gräser und Kräuter, die von Insekten und anderen Tieren als Lebensraum oder Nahrung genutzt werden. Bis eine Blumenwiese besonders artenreiche Pflanzen hervorbringt, vergeht Zeit. Regelmäßiges Mähen und ein Standort in der Sonne unterstützen das Wachstum. Eine Blühfläche hingegen enthält keine Gräser, dafür aber besonders pflegeleichte und robuste blühende Pflanzen. Man unterscheidet zwischen ein- oder mehrjährigen Blühflächen. Je länger die Fläche blüht, desto mehr Nutzen hat diese für Gartentiere. Dann finden diese auch im Winter Nahrung durch Samen und Nektar der Pflanzen. Blühflächen lassen sich in Ackernähe, entlang von Waldrändern oder natürlich im eigenen Garten pflanzen.

Welche Zertifikate kann eine Blühfläche mitbringen und was sagen mir diese?

Das wohl bekannteste und wichtigste Zertifikat ist der EU-Pflanzenpass. Durch diese Verordnung ist der Verkäufer verpflichtet, einige Sorten seines Saatgutes mit einem amtlichen, EU-einheitlichen Etikett zu kennzeichnen – die Samen der Blühfläche gehören dazu. Der Pass bestätigt, dass sich im Saatgut keine Schädlinge befinden und der Weg der Samen genausten nachvollzogen werden kann. Sie können sich also sicher sein, dass Samen, die den Pass tragen, von bester Qualität sind und sich deutlich von minderwertigem Saatgut aus dem Ausland abheben.
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Fläche mit bunten blumen, als Blumenwiese
Blumenwiese mit ro, gelben Blumen
gekeimte Samen von Blumen
einjährige Pflanzen auf einer Blühfläche
bunte Wiese mit Blumen aus Samen und Saatgut
Zertifikat EU-Pflanzenpass auf einer Blumenwiesen Mischung von Samen
Biene auf einer roten Sonnenblume
Hummel auf einem roten Klatschmohn