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Zottiger Klappertopf (Rhinanthus alectorolophus) – Schlüsselart für artenreiche Wiesen

Informationen zur Pflanze:
Der Zottige Klappertopf ist eine einjährige, heimische Wildpflanze und gilt als echte Schlüsselart für naturnahe Blumenwiesen. Er ist ein sogenannter Halbschmarotzer, der vor allem Gräser im Wachstum bremst und dadurch Wildblumen wieder Raum gibt. So entstehen artenreiche, blühfreudige Wiesen ganz ohne Umgraben oder chemische Eingriffe.

Kurzübersicht:
  • Wuchshöhe: ca. 30–60 cm
  • Lebenszyklus: einjährig
  • Standort: Sonne bis Halbschatten
  • Boden: frisch bis mäßig trocken, nährstoffreich bis mäßig mager
  • Aussaat: August – November, alternativ Januar
  • Keimtyp: Lichtkeimer
  • Blütezeit: Mai – September
  • Wasserbedarf: mittel
Nahaufnahme des Blütenstands vom Zottigen Klappertopf mit gelben Lippenblüten

Der Zottige Klappertopf ist besonders wertvoll für Bienen, Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge. Langrüsselige Hummelarten sind die Hauptbestäuber, während kurzrüsselige Arten gelegentlich Nektarraub betreiben. Zudem dient die Pflanze als Raupenfutterpflanze für spezialisierte Schmetterlingsarten wie den Klappertopf-Kapselspanner.

Die Aussaat erfolgt oberflächlich, idealerweise direkt in bestehende Wiesen zwischen Gräsern. Als Lichtkeimer darf das Saatgut nicht mit Erde bedeckt werden. Eine natürliche Kälteperiode im Herbst oder Winter ist entscheidend für eine sichere Keimung im Frühjahr, wir haben jedoch die Samen behandelt, sodass sie diret ausgesäht werden können.

Makroaufnahme der Blüten des Zottigen Klappertopfs, feine Details der gelben Blütenform

Hinweis für Tierhalter:
Der Zottige Klappertopf ist frisch giftig und wird von Weidetieren meist gemieden. Im Heu zerfallen die Giftstoffe weitgehend. Für Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen, Schildkröten, Pferde und Menschen ist die Pflanze nicht als Futter geeignet.

Zottiger Klappertopf als ganze Pflanze auf der Wiese, aufrechter Wuchs einer heimischen Wildpflanze

Fragen & Antworten zum Zottigen Klappertopf

Warum ist der Klappertopf wichtig für Blumenwiesen?
Er schwächt stark wachsende Gräser und ermöglicht Wildblumen mehr Licht, Platz und Nährstoffe.

Wann sollte ausgesät werden?
Ideal ist die Aussaat im Herbst von August bis November, alternativ ab Januar.

Ist der Klappertopf mehrjährig?
Nein, es handelt sich um eine einjährige Pflanze, die sich bei geeigneten Bedingungen selbst aussät.

Welche Standorte sind geeignet?
Sonnige bis halbschattige Flächen mit bestehenden Gräsern eignen sich besonders gut.

Welche Insekten profitieren?
Vor allem Hummeln, Wildbienen und Schmetterlinge nutzen die Blüten als Nahrungsquelle.

Woher stammt das Saatgut?
Unser Saatgut stammt aus deutschem Anbau in Süddeutschland und wird jährlich frisch aufbereitet.

Gibt es eine Keimgarantie?
Bei fachgerechter Aussaat auch ohne Kälteperiode ist das Saatgut zuverlässig keimfähig.